Dauerausstellungen

"Under Water" die Tauchglocke von Barth

Die weißen Wände im ehemaligen Kellergewölbe, unterhalb des Vineta-Museums, wurden in eine Tauchglocke verwandelt, handbemalt im Frühjahr 2010.
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Barth Gesichter

Louis Douzette
Louis Douzette wurde 1834 in Tribsees als Sohn eines Malermeisters geboren; später zog die Familie nach Barth. Der Vater erkannte schon früh die künstlerische Begabung seines Sohnes und förderte sie, in dem er ihm Privatunterricht erteilte. Mit 21 Jahren ging Douzette nach Berlin, um sich künstlerisch ausbilden zu lassen. Er wurde in das Atelier des Landschaftsmalers Hermann Eschke aufgenommen und widmete sich von nun an vorrangig stimmungsvollen Mondscheinlandschaften. Studienreisen führten ihn nach Schweden und Paris. Trotzdem fühlte er sich der heimischen Landschaft stets verbunden und kehrte 1895 nach fast dreißig Jahren für immer nach Barth zurück.

Louis Douzette gehört zur Gruppe der norddeutschen Spätromantiker. Zwischen der modernen Auffassung der Maler von Barbizon und der altmeisterlichen Manier etwa eines Jacob Ruisdael changierend, steht die von ihm gepflegte Landschaftsmalerei vor allem in der Tradition des berühmtesten vorpommerschen Malers: Caspar David Friedrich. Wie auf Friedrich hat die Natur der Ostseeküste auch auf Douzette eine lebenslange Anziehungskraft ausgeübt und ihn immer wieder zur Auseinandersetzung mit ihren vielfältigen Motiven und Stimmungen angeregt.

1896 wurde Douzette von der Berliner Akademie der Künste zum Professor ernannt, 1910 erhielt er in Barth die Ehrenbürgerwürde. Er starb im Jahre 1924. Seine Bilder hängen u.a. in der Nationalgalerie Berlin, in Dresden, Leipzig, Rostock, Greifswald, Prag, Antwerpen, Melbourne und Sydney.


Vineta - Abteilung

Vineta, die versunkene Stadt – für die einen Menschen ist sie ein Mythos für die anderen Wirklichkeit. Vielfach ist über die berühmte Handelsstadt, welche einst so groß wie Konstantinopel gewesen sein soll, geschrieben worden. Sei es einerseits in Sagen, Märchen, Gedichten oder Prosatexten, sei es andererseits in Reisebeschreibungen, wissenschaftlichen oder pseudowissenschaftlichen Abhandlungen. Chronisten und Wissenschaftler wie Adam von Bremen und Helmhold von Bosau, den Archäologen Rudolf Virchow, Wladislaw Filipowiak und Klaus Goldmann, letzterer stellte zusammen mit dem Sprachforscher Günter Wermusch die Vineta-Barth-These auf, bis hin zu Erich von Däniken beschreiben, vermuten oder haben Vineta bereits gefunden. Dichter und Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts angefangen von Heinrich Heine, Ferdinand Freiligrath bis Selma Lagerlöff und Günter Grass ließen Vineta in epischer Form wieder aufleben. Was hat es auf sich mit der einst reichen und für die Region höchst kultivierten Handelsstadt, deren Ruf und der seiner Bewohner in den Reisebeschreibungen und Sagen des 10. und 11. Jahrhunderts so gerühmt wurde und welche im 12. Jahrhundert spurlos im Meer verschwand? In der Vineta-Abteilung finden Sie die Antworten.